Hartöl auftragen

Hermann Sachse

Hartöl für Arbeitsplatten richtig auftragen!

Das Holz bzw. die zu behandelnde Fläche muss staub, fettfrei und trocken sein.

Bei Einsatz auf Holz ist es notwendig, die Fläche vor dem Ölen zu schleifen, je feiner der Schliff desto glatter wird die Oberfläche. Ein sorgfältiger Schliff mit abgestufter Körnung von 180 bis 320 ist empfehlenswert.

Hermann Sachse Hartöl auftragen

Das Öl wird solange aufgetragen bis es auf der gesamten Fläche gleichmäßig nass stehen bleibt. Nach ca. 30 bis 45 Minuten muss das überflüssige Öl abgezogen werden (z.B. mit Tuch oder Gummirakel). Danach wird das Hartöl mit einem Lappen in die Fläche einmassiert. Beim Abreiben auf restlose Entfernung von Überständen achten, da sonst glänzende bzw. klebende Stellen zurückbleiben können. Bei größeren Flächen (z.B. Holzfußböden) ist auch eine maschinelle Bearbeitung mit weichem Schleifvies möglich. Nach ca. 24 Stunden wird die behandelte Fläche erneut entweder von Hand oder mit einem weichen weißen Poliervlies nachpoliert. Bei Einsatz zur Behandlung von Fußbodenflächen ist zu beachten, dass die Fläche in den ersten 48 Stunden möglichst nur mit Socken oder auf Filzsohlen zu betreten ist (Zur Abdeckung eignet sich sehr gut Wellpappe mit der welligen Seite unten, keine Plastikfolien). Die volle Belastbarkeit ist erst nach 7 – 10 Tagen erreicht, in dieser Zeit darf die geölte Fläche noch nicht mit Wasser gereinigt werden.

Die benötigte Menge ist abhängig von der Art des zu behandelnden Holzes, durchschnittlich kann man davon ausgehen, mit 500 ml eine Fläche von 3 – 8 qm zu behandeln, bei sehr stark saugenden Hölzern erhöht sich die benötigte Menge deutlich (3-4 fache Menge), vor allem weil hier auch ein zweimaliges Ölen empfehlenswert ist. Die Wartezeit zwischen den Arbeitsschritten sollte 24 Stunden betragen.

Alternativ ist es auch möglich, je nach Größe des zu behandelnden Werkstücks, Hartöl im Tauchverfahren einzusetzen oder mit niedrigem Druck zu spritzen.

Nachbehandlung

Es ist möglich die mit Hermann Sachse Hartöl geölten Flächen mit Hermann Sachse Möbelwachs nachzubehandeln. Dadurch erhöht sich die Widerstandsfähigkeit der Fläche. Die Flächen sollte man mit einem feuchten, nicht zu nassem Lappen reinigen. Der Einsatz von Holzreinigungsprodukten für geölte Flächen ist nach jeweiligen Herstellerangaben möglich. Nach einer gewissen Zeit ist die erneute Behandlung mit Hermann Sachse Hartöl zu empfehlen, der Zeitraum hängt von der Beanspruchung der Fläche ab.

Hinweise / Sicherheitsratschläge:

Die mit Hartöl getränkten Lappen und Pinsel müssen entweder in geschlossenen Behältern oder in Wasser aufbewahrt werden. Es besteht Selbstentzündungsgefahr!

Hermann Sachse Hartöl ist biologisch abbaubar. Darf nicht der Kanalisation zugeführt werden. Für Recycling restlos entleeren und der Wertstoffsammlung zuführen! Nur eingetrocknete Produktreste als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen. Verschlossen aufbewahren. Die üblichen Schutzmaßnahmen sind einzuhalten, z. B. bei der Verarbeitung auf ausreichenden Hautschutz und Luftwechsel achten. Von Funken und offener Flamme fernhalten.

Zusammensetzung

Leinölfirnis, Nussöl (kobaltfrei, blei- und bariumfrei).

Farbton

Wirkt anfeuernd*, transparent bis honigtönend, Seidenglänzend, auf verschiedenen Hölzern unterschiedlich, deshalb Probeanstrich ausführen.

Auftragsverfahren mit einem Tuch, mit einer Rolle oder durch Streichen.

Trockenzeit bei 20°C / 65% rel. Luftfeuchtigkeit

Eindringvermögen in den Untergrund ca. 10-30 Minuten; staubtrocken nach ca. 10 Stunden. Überarbeitbar nach ca. 24 Stunden.

Endhärte wird nach 2 - 4 Wochen erreicht. Während dieser Zeit schonend behandeln und Feuchtigkeitsbelastung vermeiden.

Hohe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperaturen, Flüssigkeitskontakt (auch kurzfristig), hoher Verbrauch und mangelnde Luftzufuhr ergeben wesentliche Trocknungsverzögerungen und beeinflussen u.a. die späteren technischen Eigenschaften des Produktes negativ. Die Trocknung erfolgt durch Oxidation mit Sauerstoff und produkttypischen Geruch, daher während der Trocknungszeit auf ausreichenden temperierten Luftwechsel achten.

Zum Reinigen der Werkzeuge kann Terpentinersatz verwendet werden. 

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