Polierballen

Hermann Sachse

Der Polierballen für die Schellackpolitur


Ein Polierballen wird gebildet aus der Baumwollfüllung ( Fleischmull, altem Strickzeug etc. ) und dem Polierlappen aus altem Leinen.

Die Baumwollfüllung wird mit Lack und Polierspiritus getränkt, durchgeknetet und über Nacht stehen gelassen.

Der neue Ballen muss erst etwas eingearbeitet werden, bis er sich gut anfühlt. Über den Ballen wird der Polierlappen geschlagen. Die Ballensohle muss faltenfrei sein.

Zum Porenfüllen und Grundpolieren verwendet man grobes Leinen.

So wird es gemacht!

Der Poliervorgang gliedert sich in drei Etappen:

- Poren füllen

- Grund / Deckpolieren

- Auspolieren

Jeder Arbeitsgang wird mit einem eigens hierfür zugerichteten Ballen ausgeführt. Diese sind getrennt und verschlossen aufzubewahren.

Bei dem Aufbringungsprozeß sind mehrere Sachverhalte zu berücksichtigen:

- Härte des Ballens

- Feuchtigkeit

- Figur der Ballenzüge ( Art der Bewegung ) 

- Druck und Geschwindigkeit

- Viskosität des Lackes